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Eine alternative Strategie, die eine geringe Performance-Korrelation zu den Anleihemärkten aufweist

Nicolas Julien
CFA, Head of High Yield & Credit Arbitrage
Thomas Joret
Senior Fund Manager

Wie würden Sie die aktuelle Situation auf den Anleihemärkten beschreiben?

In den letzten Jahren haben sich neue strukturelle Trends herausgebildet, wie z. B. die Polarisierung der Welt, die Relokalisierung der Lieferketten und der Kampf gegen den Klimawandel. Diese neuen Trends führen zu höherer Inflation und geringerem Wachstum. Dieses neue Paradigma hat erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Unternehmen und damit auch auf die Investments in Unternehmensanleihen. Dies erfordert eine strategische Anpassung seitens der Investoren. Eine Strategie, die darauf abzielt, eine von der Entwicklung der Anleihemärkte unabhängige Performance zu erzielen, scheint daher in diesem neuen Umfeld eine erwägenswerte Anlagelösung zu sein.

Was sind die Auswirkungen dieses neuen Paradigmas auf die Anleihemärkte?

Dieser Paradigmenwechsel hat wichtige Auswirkungen auf die Geldpolitik, die nicht mehr so akkommodierend sein kann, wie sie es im letzten Jahrzehnt war. Infolgedessen ist mit volatileren[1] Credit-Spreads, einer größeren Streuung zwischen "guten und schlechten Schuldnern" selbst innerhalb desselben Sektors und höheren Ausfallraten zu rechnen. Dieses neue Umfeld scheint besonders für alternative Strategien geeignet zu sein, die sowohl von der Verengung als auch von der Ausweitung der Spreads profitieren wollen. 

Wie erkennen Sie Investment-Opportunitäten?

Unsere Strategie investiert vorwiegend in Unternehmensanleihen aus Industrieländern mit einem Rating von mindestens  CCC/Caa2, oder in Anleihen, die nach unserer internen Analyse von gleichwertiger Qualität sind. Es handelt sich um eine reine Long/Short-Credit-Strategie[2] ohne Bias. Das flexible, aktive Management verfolgt einen  selektiven High-Conviction-Ansatz, um unter allen Marktbedingungen eine unkorrelierte Performance zu erzielen

Die Strategie konzentriert sich auf ein sorgfältiges Bottom-up-Research[3] , das es uns ermöglicht, Kauf- oder Verkaufsmöglichkeiten an den Credit-Märkten zu identifizieren. Die Strategie erstreckt sich auf ein breites Anlageuniversum (Investment Grade und High Yield), um eine Diversifizierung zu gewährleisten. Durch die Komplementarität der "Long"- und "Short"-Positionen soll ein Portfolio mit geringer Korrelation zum Markt entstehen. Zur Steuerung der Volatilität setzt das Team auch ein taktisches Overlay[4] ein.

Welches Umfeld begünstigt diese Art von Strategie?

Ziel ist es, den kapitalisierten Index €STR©[5] unter allen Marktbedingungen bei einer Ex-ante-Volatilität von weniger als 10%[6] zu übertreffen.

Seit  Auflegung im Februar 2021 hat unsere Strategie jedes Jahr eine konstante Performance gezeigt und selbst dann positive Renditen erzielt, als die Credit-Indizes fielen, insbesondere im Jahr 2022[7]. So konnten wir in diesem Jahr trotz eines schwierigen Umfelds eine positive Performance von 5,79%[8] erzielen. Im Jahr 2023 konnte die Strategie ihre Dynamik mit einer ähnlich positiven Performance von 8,48%[9] beibehalten und einen erheblichen Teil der Gewinne an den Anleihemärkten einfangen.

Seit  Auflegung hat die Strategie eine Performance von 17,49% (ohne Verwaltungsgebühren) erzielt[10]. Im Vergleich dazu erzielte der Referenzindex im selben Zeitraum eine Rendite von nur 3,59 %, was einer kumulierten Outperformance von 13,9 % entspricht. Dank der Fähigkeit, auch unter ungünstigen Marktbedingungen positive, unkorrelierte Renditen bei geringerer Volatilität zu erzielen, ist dieser Ansatz unserer Meinung nach eine Strategie, die eine attraktive absolute Renditechance in einem diversifizierten Portfolio bietet.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Candriam von anderen alternativen Strategien auf den Kreditmärkten?

Candriams alternative Credit-Strategie  zeichnet sich durch ihren überzeugenden Ansatz zu den besten "Long"- und "Short"-Opportunitäten am Markt aus sowie durch ihr aktives Positionsmanagement auf Basis von über 15 Jahren Erfahrung im Bereich des Long/Short-Credit-Managements. Diese Kombination macht sie zu einer robusten Lösung für Anleger, die sich in allen Anleihemarktkonstellationen zurechtfinden wollen.

Eine alternative Strategie, die eine geringe Performance-Korrelation zu den Anleihemärkten aufweist

Erfahren Sie, wie Candriam in Zeiten eines Paradigmenwechsels sich mittels einer alternativen Credit-Strategie mit geringer Korrelation zu den Anleihemärkten durchmanövriert. . Nicolas Jullien, CFA, Head of High Yield & Credit Arbitrage, und Thomas Joret, Senior Fund Manager, bieten Ihnen die wesentlichen Informationen, die zum Verständnis dieser Strategie beitragen.

[1] Der Spread einer Anleihe ist die erwartete Renditedifferenz zwischen einer Anleihe und der Rendite einer risikofreien Anleihe mit gleicher Laufzeit.
[2] Bei der traditionellen Verwaltung werden lediglich Finanzprodukte gekauft und auf einen Anstieg der Märkte gesetzt (Long Only), während beim alternativen Ansatz sowohl Long- als auch Short-Positionen eingegangen werden (Long/Short).
[3] Bottom-Up"-Management ist ein Investitionsansatz, der sich auf die individuellen Merkmale jedes Unternehmens konzentriert und nicht auf die Bedingungen des Sektors oder der Weltwirtschaft.
[4] Der "Overlay"-Ansatz besteht darin, bei der Konstruktion eines Portfolios eine "zweite Ebene" der Verwaltung anzuwenden, um das Risiko-Rendite-Profil zu optimieren.
[5] Alle Rechte vorbehalten
[6] Die Volatilität könnte jedoch höher sein, insbesondere bei außergewöhnlichen Marktbedingungen.
[7] Performance von -13,5% für den ICE BoA GHY BB-B Non Fin. Index im Jahr 2022, Quelle Bloomberg
[8] Quelle: Candriam  - Monthly Data as of 28/05/2021
[9] Quelle: Candriam  - Monthly Data as of 28/05/2021
[10] Quelle: Candriam von 03/31/2021 bis 02/29/2024

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