Lassen sich mit unternehmensanleihen nachhaltig positive renditen erzielen?
Warum hat die Begeisterung für nachhaltiges Investieren nachgelassen? Der Performance-Rückstand nachhaltiger europäischer Aktien im Vergleich zu den europäischen Aktienmärkten insgesamt in den letzten drei Jahren hat es Ersteren nicht gerade einfacher gemacht.[1] Als Grund für diesen Renditerückgang wird häufig die bei Aktien zu beobachtende Sektorrotation genannt.
Nachhaltige Unternehmensanleihen folgen einer anderen Logik
Das vielzitierte Verschwinden des sogenannten „Greenium“ fußt auf einer rechnerischen Annahme: Sofern die Kreditspreads im Untersegment der nachhaltigen Anleihen jenen des Gesamtindex entsprechen, dann sollte sich auch dieselbe Performance ergeben.
Allerdings wird die Performance von Unternehmensanleihen viel weniger von Sektorkategorien beeinflusst, als dies bei der Performance von Aktien der Fall ist. Eine Faustregel lautet, dass 50% bis 75% der Performance von Investment-Grade-Anleihen von den Staatsanleihezinsen abhängen.[2]
Und welcher Faktor stellt den zweitgrößten Performancetreiber für Unternehmensanleihen dar? Die Kreditspreads. Auf Unternehmensanleihen hat die Sektorkategorie einen wesentlich geringeren Effekt als auf Aktien. Dies hätten Sie gerne in Zahlen? Auch die finden Sie in unserem Artikel.
Wir haben für Sie nachgerechnet
In diesem Beitrag aus unserer Reihe zu Unternehmensanleihen befassen wir uns im Licht unseres quantitativen Research mit nachhaltigen Unternehmensanleihen. Sie sind nicht vom Fach? Machen Sie sich keinerlei Sorgen: Wir kommen leicht verständlich auf den Punkt, und unsere komplexeren Statistiken erscheinen in kurzen Anhängen.
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